Scham, immer noch

Und da war sie wieder, die Scham, als ich bei meinem Hausarzt anrief, um die jedes Quartal notwendige Überweisung für die PIA (psychiatrische Institutsambulanz) zu besorgen. Hätte ich um eine Überweisung zum Kardiologen oder einem anderen Facharzt gebeten, ich hätte diese Scham nicht gespürt, das weiß ich. Meine chronische Schilddrüsenerkrankung ist mir ebenfalls nicht peinlich, nur meine F-Diagnosen.

Da schreibst du einen Blog u.a. in der Absicht, gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen anzugehen – und schämst dich dann selbst (immer noch dafür), psychisch krank zu sein. Finde den Fehler.

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Gänseblümchen der Woche (30)

  • Statt nach Feierabend noch zu kochen, uns den Luxus gegönnt und einfach mal Pizza bestellt.
  • mein neues Mandalamalbuch
  • Schreiben mit zwei Freundinnen
  • Holundertee
  • „Sherlock“ weiterschauen. Ich liebe seine herrlich bissigen, intelligenten Kommentare!
  • Endlich habe ich eine konkretere Themenidee für die anstehende Prüfung

Das …

… Gemeine am chronisch krank Sein?

Dass sich manche Tage so anfühlen, als sei es das erste Mal. Dann meine ich, in der Angst zu ertrinken, dem depressiven Selbsthass nachgeben zu müssen, die Zwangsgedanken nicht aushalten zu können und zu verzweifeln.

Das Gute am chronisch krank Sein?

Irgendwann kommt mir zum Glück dann doch wieder in den Sinn, dass ich das alles schon kenne, es so oft durchlebt habe und die Welt und ich trotzdem noch stehen. In diesen Momenten werde ich dann wieder handlungsfähiger und kann auf meinen Erfahrungsschatz und mein mit den Jahren angeeignetes Wissen zurückgreifen, um mir selbst zu helfen.