Rien ne va plus

Ein Stückchen weiter abgerutscht. Es geht nicht mehr so gut allein zuhaus. Inzwischen habe ich Probleme mit Dingen, die vorher noch normal funktionierten, Essen und Trinken z.B. Derealisation und Erstarrungsgefühle treten öfter auf. Ich zähle die Stunden bis Montag, wenn ich zu meinem Hausarzt gehen kann. Ich denke an Tagesklinik als Idee. Notfalls auch stationär, wobei ich Letzteres immer noch gern vermeiden würde, weil man dann so aus seinem Alltag kommt.  Wenn´s nicht anders geht, nehme ich aber auch das. Sollen sie mich medikamentös umstellen oder auch nicht, Diagnosen bestätigen oder überarbeiten, es wird mir allmählich gleich. Aber so wie gerade geht es nicht mehr. Ich schäme mich furchtbar, wieder in diesem Zustand zu sein, den ich doch nie wieder haben wollte und denke, ich habe keine Hilfe verdient, denn ich hatte ja schon genug und sieh an, was passiert ist. Ein böser kleiner Teil von mir sagt, ich übertreibe nur und jammere grundlos herum. Hach ja, die nette verzerrte depressive Wahrnehmung. Ich bin dankbar für liebe Menschen in meinem Umfeld, die mir heute beistanden und helfen wollen, die Zeit bis dahin zu überbrücken. Im Moment habe ich das Gefühl, die Stunden ziehen sich ins Endliche. Ich habe Angst vor der Nacht und noch mehr vor dem quälend langen Tag. Zwischendurch habe ich immer wieder ein paar helle Momente, bis die Depression wiederkommt und ich ankämpfe gegen ihre fiesen Einflüsterungen von Hoffnungslosigkeit und meiner Wertlosigkeit. Ich würde gerne schlafen, lange Zeit und wenn ich aufwache, ist alles wieder gut …

7 Kommentare zu „Rien ne va plus

  1. Ich denke ganz doll an dich liebe nelia! Mach weiter – ein fuss vor den anderen, atmen, leben.. einfach sein, warten und deinen zustand “akzeptieren“ , denn du kannst ihn ja zur zeit nicht ändern und dagegen ankämpfen nützt vermutlich wenig… bin in gedanken bei dir :-*

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  2. Liebe Nelia,
    Ja, Du weiß selber, es gibt keinen Grund sich zu schämen, und diese dämliche Stimme in Deinem Kopf, die Dir was anderes erzählt ist die doofe olle uns bekannte aufdringliche Tante Depression. Du wirst das alles schaffen und da wieder rauskommen! Ich glaube an Dich, Du hast viel Kraft!!!
    Nochmals herzliche Grüße von Agnes

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