Augen zu und durch

Vor kurzem haben wir die Medikamentenumstellung gestartet. Ehrlich gesagt war ich mir erst unsicher, ob ich das wirklich will, ist das Ganze doch immer eine Art Herumexperimentieren mit unklarem Ausgang. Etwas verunsichernd waren für mich auch die unterschiedlichen Behandlungsideen der Oberärzte, mit denen ich bisher Kontakt hatte in Sachen Medikamente.

Zwangsstörungen werden, was die medikamentöse Seite angeht, in der Regel mit Antidepressiva aus der Wirkstoffklasse der SSRI behandelt. Ich habe nun mehrere davon durch und habe, was die Zwänge angeht, keinen richtigen Unterschied zwischen den einzelnen SSRIs feststellen können. Sie haben alle die Intensität der Zwangssymptome bis zu einem gewissen Level gedämpft; that’s it. Unterschiede zwischen den einzelnen Präperaten habe ich eher bei den Depressionssymptomen und der Angstsymptomatik bemerkt.

Nach einigem Hin und Herüberlegen und Abwägen meinerseits wird mein altes Medikament (Fluoxetin) jetzt also ausgeschlichen, während das neue (Paroxetin) parallel dazu eingeschlichen wird. Bisher spüre ich davon wenig und hoffe, mir aus der Vergangenheit bekannte Probleme der Ein-/Umstellungsphase wie eine zeitweise Verschlechterung der Depression und der Panikattacken, Schwindel etc. kommen nicht dazu bzw. halten sich im Rahmen, da ich innerhalb der Woche doch immer recht lang zur Tagesklinik unterwegs bin mit dem ÖNV.  Daher auch u.a. meine Bedenken zuerst gegenüber der Umstellung. Also das Beste hoffen und ansonsten: Augen zu und durch.

6 Kommentare zu „Augen zu und durch

  1. Mit den Medis ist das so ne Sache, was schon richtig doof ist, ist das man ja erst oft Wochen oder Monate braucht und ein gewisser Spiegel erreicht sein muss, um sagen zu können, wirkt oder wirkt nicht.
    Ich nehme mein AD nur um besser einschlafen zu können, eine aufhellende Wirkung kann ich ihm nicht zuschreiben. Dafür hab ich aber auch nicht mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Hoffe Du hast jetzt eins, das wirklich was bringt.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, es ist viel Geduld gefragt, zu einem Zeitpunkt, wo es einem eh schon nicht gut geht und man eigentlich schnell eine Besserung möchte. Aber schnell geht bei Depressionen und Co. schon einmal gar nichts, daher übe ich mich in Akzeptanz und Geduld. Danke dir!

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s