Manchmal (1)

(Triggerwarnung: Es geht in diesem Post auch um lebensmüde Gedanken.)

Manchmal würde ich gerne (was heißt „gerne“ in diesem Zusammenhang?) den Kopf in den Sand stecken und aufgeben. Dann bin ich so müde. Müde vom Kämpfen um meinen normalen Alltag zwischen dem Auf und Ab der Symptome, müde vom Lösungen Suchen für mehr oder weniger alltägliche Probleme, die, so wie dieses Wochenende, scheinbar plötzlich aus dem Nichts kommen, gerade dann, wenn ich dachte, jetzt geht es mir endlich gut und ich kann mich auf eine mehr oder weniger sorgenfreie, stressarme Zeit freuen, meinen neu gewonnenen inneren Frieden und die Stabilität lange genießen. Hach, falsch gedacht, ätschibätsch. In solchen Phasen möchte ich einfach irgendwo liegen bleiben und nicht mehr aufstehen oder nur noch schlafen, um nichts mehr fühlen und denken müssen. Manchmal wandern die Gedanken dann auch noch weiter abwärts in diese dunkle Richtung und ich ringe mit mal mehr, mal weniger starken lebensmüden Gedanken.

Aber wirklich aufgeben?

Nein, dafür bin ich schon zu viel zu weit gekommen.

Dafür ist das Leben zu schön.

Und dafür habe ich zu viele wertvolle, wunderbare Menschen in meinem Leben.

Zu viel noch vor.

Meine beiden Fachleute an meiner Seite, die mich hilfreich unterstützen.

Dafür gibt es zu viele Menschen, die gerne leben würden und es nicht dürfen, weil Krankheiten, Unfälle, Kriege oder andere menschliche Grausamkeit ihr Leben zu früh beendet haben.

Also: Weiter geht´s. Denn ich gebe nicht auf.

6 Kommentare zu „Manchmal (1)

  1. Ich finde Aufgeben einfach total doof. Immer wenn ich das Wort sehe „aufgeben“, dann erweckt das sofort in mir meine Kämpfer-Seite. Ich habe, mal öfter mal seltener, diese Decke-über-den-Kopf-Licht-aus-Tage, aber wir kämpfen uns immer zurück, weil das Leben doch viel zu schön ist!

    Ganz liebe Grüße an dich!

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  2. Ich lasse dich gar nicht aufgeben. Aber manchmal ist es auch ganz okay, wenn man genug von sich selbst hat. Irgendwo muss diese Frustration darüber ja raus und ich kenne das so gut.
    💚

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    1. Danke ♥ Genug von mir, genug von bestimmten Stressoren, das ist gerade das vorherrschende Gefühl. Aber irgendwozu wird es schon gut sein im Großen und Ganzen gesehen.

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