Tipp: Die „Mutmachleute“

Habt ihr schon von den Mutmachleuten gehört?

Falls nicht: Ein meiner Meinung nach tolles, unterstützenswertes Online-Projekt gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen. Entstanden ist es aus der Zusammenarbeit des Starks-Sture Verlag und der Werbeagentur designmeetsmotion.

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Ziel des Projekts ist es nicht nur, mit Vorurteilen gegenüber psychischen Krankheiten aufzuräumen und für eine Gleichstellung von seelischen und somatischen Erkrankungen einzutreten, sondern auch positive Seiten aufzuzeigen, die sich aus dem Leben mit einer psychischen Erkrankung ergeben können. Im Fokus sollen die Ressourcen und Stärken Betroffener stehen.

Was ist denn an einer psychischen Krankheit bitte positiv?, mag der ein oder andere an dieser Stelle vielleicht einwenden. Und ja, ich kann diesen Einwand total nachvollziehen. Wenn man beispielsweise gerade tief in einer depressiven Episode steckt, oder mit Panikattacken ringt, die einem das Gefühl geben, keine Luft mehr zu bekommen, scheint es unmöglich, dem Ganzen auch nur irgendetwas Positives abzugewinnen. Wer ist schon gerne krank? Denkt man mit etwas zeitlichem und inneren Abstand noch einmal nach, fällt einem vielleicht dann doch das Ein oder Andere dazu ein: Erkenntnisse, die man ohne seine Krankheitserfahrung nicht gewonnen hätte, (wiederentdeckte) Ressourcen wie das Malen oder Sport, neue Freundschaften .

Auf der Homepage der Mutmachleute kommen Betroffene, aber auch Angehörige und Experten zu Wort. In Form von Interviews erzählen sie, wie sie zu ihren jeweiligen Diagnosen kamen, über die Reaktionen ihres Umfelds, ihre Stärken und vieles mehr.

Annie von Hoffnungsschein hat mich auf das Projekt aufmerksam gemacht und auch selbst teilgenommen. Nach etwas Bedenkzeit bin ich ihrem mutigen Beispiel gefolgt und habe mich auch interviewen lassen. (Das war ganz schön aufregend für mich, auch wenn alles nur online stattfand.) Wer lesen mag, findet mein Interview hier.

Es werden übrigens noch weitere Mutmacher gesucht – Betroffene, Angehörige, Peers und Fachleute, alle sind willkommen! Also Leute, ran an die Tasten!

14 Kommentare zu „Tipp: Die „Mutmachleute“

  1. Tolles Projekt! Es wird noch viel zu selten über die guten Seiten gesprochen, die eine psychische Erkrankung auch mit sich bringt. Ich habe eine Menge über mich selbst lernen dürfen, bin viel reflektierter und erlebe phasenweise richtig gute Tage! Danke für den Hinweis 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Das werde ich auf jeden Fall teilen. Es gibt noch viele Tabus. Durch das Internet und die Bloggerszene ist es schon besser geworden finde ich. Aber immernoch nicht bekannt genug. Danke dass Du teilgenommen hast.

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  3. Hey du!
    Also danke für deine lobenden Worte auf meinem Blog, ich bin nicht so gut bei der Rechtschreibung und hab nicht so viel geschrieben. Aber ich mache es gerne und es hilft mir. Dein Blog ist schön gestaltet und sehr informativ, und gut geschrieben, meiner ist nur ein Orchideenfach. Ich wollte nur sagen, dass ich es gut finde, dass die Blog`s alle Vielfältig sind und deiner kann sicher für viele Menschen hilfreich sein.

    Man sagt ja, dass Bildung helfen kann: ich hatte Zwangsgedanken um erlich zu sein wollte ich mich mit einem Spitzen Gegestand verletzten. Aber ich habe in der Schule gehört, dass es sowas gibt wie Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Das hat mir geholfen, keine Zwangshandlungen anzuwenden, Die Theorie zur Erkrankung war vorher da!!! Glück gehabt, aber ich verstehe euch die solche Gedanken haben gut, und es tut mir leid, dass du so leiden musst. Damals als ich mich verletzten wollte, ja, es war schrecklich. Aber zum Glück gehts mir jetzt gut, mir hat der EX- IN Kurs so gut geholfen und ich empfehle ihn immer weiter.. Weil er ist keine Therapie hat die Kursleiterin gesagt, aber ich sage er wirkt wie eine.

    deine SIgrid

    Gefällt 1 Person

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