Status quo

Danke für eure lieben, mitfühlenden Kommentare. Ich habe mich über jeden einzelnen gefreut!

Heute war ich zu einem regulären Termin in der Institutsambulanz bei meiner Ärztin und sprach mit ihr über den Stand der Dinge. Auch sie hielt eine stationäre Krisenintervention für hilfreich und telefonierte daraufhin mit dem Oberarzt der zuständigen Station. Leider ist dort jedoch frühstens in einer Woche wieder ein Bett frei, obwohl meine Ärztin sich ins Zeug legte, es für diese Woche noch möglich zu machen. Ihr Engagement berührte mich.

Da wir es beide gut fänden, wenn möglichst zeitnah etwas passiert, rief sie dann für mich in der Klinik meines Wohnorts an und sprach ab, dass ich heute noch dort in der Aufnahme zum Vorstellen vorbei schauen würde. Die Klinik in der Ambulanzstadt wäre mir lieber gewesen, da ich dort auch stationär von meiner Ärztin weiterbehandelt worden wäre und sie sich dort besser mit Zwangsstörungen auskennen meinem Eindruck nach. Aber in der Not frisst der Teufel, na ja ihr wisst schon.

Also zurück Fahren in den Wohnort und zur Aufnahme. Nach einiger Wartezeit hatte ich dann ein Gespräch mit einem Arzt und erfuhr, dass auch hier die Bettenlage schwierig sei. Man könne mich zwar heute noch aufnehmen, aber dann könne es passieren, dass ich auf einer nicht adäquaten (so die Worte des Arztes) Station landen würde wie der Psychosestation, bis ein Platz auf der passenden Station frei werde. Da mir der Gedanke, auf einer mir fremden Station mit ganz anderem Krankheitsbild zwischengeparkt zu werden, Angst machte, fiel diese Option weg. Der Arzt schlug mir vor, morgen in die offene Sprechstunde der Depressionsstation zu kommen und dort mit dem Stationsarzt alles weitere abzuklären. Da es um eine Krisenintervention gehe, gebe es dann auch keine so lange Wartezeit bis zur Aufnahme wie bei einem geplanten Aufenthalt. (Zumindest theoretisch …).

Jetzt bin ich wieder zuhause. Der vorsichtshalber gepackte Rucksack mit Übernachtungssachen ist abgestellt und ich bin müde, so müde, und harre der Dinge, die da kommen.

4 Kommentare zu „Status quo

  1. Ich drück‘ Dich mal, liebe Nelia. Du bist sehr tapfer. Das sind keine leichten Wege … – Ich wünsche Dir, dass Du ganz bald und so adäquat wie nur möglich Aufnahme findest!

    Von Herzen freundliche und liebe Grüße!

    Gefällt 2 Personen

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