Antworten auf eure Fragen (2)

Heute werde ich die Fragen von Meersinn beantworten 🙂

„Welches Buch würdest du niemals verleihen?“

Ich verleihe jedes meiner Bücher, wenn ich der Meinung bin, die ausleihende Person geht damit pfleglich um und gibt es mir zurück 😉

Aber: Es gibt Bücher, bei denen mir das Verleihen tatsächlich schwerer fällt als bei anderen, z.B. Tochter des Windes von Elizabeth Haydon, den ersten Band meiner liebsten Fantasy-Saga. Da fühlt es sich manchmal an, als würde ich einen guten Freund aus der Hand geben und ich bin erleichtert, wenn ich diesen dann wieder zurückhabe!

„Hast du schon einmal ein Buch weggeworfen?“

Zu meiner Schande ja. Ich versuche, das so weit wie möglich zu vermeiden, indem ich Bücher, die mir nicht gefallen, entweder verschenke oder spende. Früher habe ich sie auch öfters verkauft; inzwischen lohnt sich das leider kaum noch. Hin und wieder werfe ich aber trotzdem noch Bücher weg. Meist dann, wenn ich denke, es wird sich niemand Anderes in meinem Umfeld dafür interessieren (da spezielles Thema, Fremdsprache …) oder es sich in keinem guten Zustand mehr befindet.

Was beschäftigt dich in deinem Leben gerade (unabhängig von Corona)?“

Seit einiger Zeit fühle ich mich ziemlich stabil und habe mehr gute als schlechte oder schwierige Momente am Tag. Deswegen grüble ich weniger als sonst und habe auch davon ab weniger Symptomatik (bis auf die Trichotillomanie). Und das fühlt sich verdammt schön an! Ich bin dankbar dafür und hoffe, es geht noch eine Weile so weiter.

Aus diesem Grund beschäftigen mich meine Erkrankungen momentan eher wenig und ich habe deutlich mehr Kraft für meine Hobbys, Interessen und Vorhaben. Insbesondere die Geschichte, an der ich seit ein paar Wochen zusammen mit einer Freundin arbeite, liegt mir sehr am Herzen und macht mir viel Freude. So plotte ich fröhlich vor mich hin, d.h. ich überlege mir, wie die Handlung weiterverlaufen könnte, wie sich meine Protagonistin entwickeln soll etc.

Daneben gibt es aber auch ernste Themen, die mich beschäftigen.
Ich mache mir Sorgen um meinen getrennt lebenden Mann, der seit geraumer Zeit mit einer Depression zu kämpfen hat. Da wir in den letzten Monaten eine meist vernünftige und freundschaftsähnliche Umgangsweise miteinander entwickelt haben, bekomme ich öfters mit, wie es ihm geht und dass es mit der Therapeutensuche (wie angesichts der aktuellen Therapieplatzlage zu erwarten …) schwierig läuft. Zudem hat er leider keine Familie vor Ort. Ich versuche ihn vor allem auf Basis meiner eigenen Depressionserfahrungen zu unterstützen, merke aber auch, dass ich dabei gut auf mich achten muss, um nicht in ungesunde alte Muster zurückzufallen …

Daneben beschäftigen mich einige Punkte im Zusammenhang mit der Ausbildung (Reflexion meiner Lebensgeschichte, was intensiv und manchmal schmerzhaft ist, und Vergleich dieser mit der meiner Mitschüler; die Frage, wie ich es schaffe, mich als Genesungsbegleiterin emotional noch besser abzugrenzen; die Sorge, wann ich jetzt meinen Abschluss machen kann und danach hoffentlich endlich finanziell unabhängig werde, denn wegen Corona wird sich höchstwahrscheinlich die restliche Ausbildung nach hinten verschieben).

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