Unterwegs in fremden Therapie-Gewässern / Frage an euch

Seit einiger Zeit bin ich hier in fremden Therapie-Gewässern unterwegs, d.h. in denen der DBT.

Hintergrund ist, dass ich vor allem im Rahmen der Trichotillomanie manchmal Probleme mit der Impulskontrolle habe und – auch davon abgesehen – mit der Regulation bestimmter Gefühle. Diese Emotionen ängstigen oder verunsichern mich so, dass ich auf die Zwänge oder die Trichotillomanie zurückgreife, um sie zu unterdrücken bzw. irgendwie zu kanalisieren. Oder es treten Derealisation/Depersonalisierung auf. Versuche ich, die Zwänge oder das Haare Ziehen zu unterlassen und stattdessen meine Gefühle zuzulassen und anzunehmen, kommt es mir dann oft so vor, als würde ich in meinen Gefühlen ertrinken. Quasi nicht ich habe das Gefühl, sondern das Gefühl hat mich. Was dann wiederum Angst und Hilflosigkeitsempfinden auslöst …

Darum arbeite ich mit meiner Co-Therapeutin gerade am Emotionen Regulieren, wozu sie gern auf Übungen, Arbeitsblätter usw. aus der DBT zurückgreift.

Meine Frage/Bitte an die DBT-Erfahrenen unter euch wäre:

Habt ihr vielleicht Buchempfehlungen, Auszüge aus euren Therapieunterlagen etc. oder Übungs-Tipps für mich? Darüber würde ich mich sehr freuen (es eilt auch nicht!) 😊

Zu Achtsamkeit und Skills fühle ich mich schon gut informiert. Spannend für mich wären vor allem der Umgang mit Gefühlen und Stress sowie das Thema Selbstwert …

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Gänseblümchen der Woche (43)

  • Sonne. Es ist jedes Mal auf’s Neue für mich erstaunlich, was sonnige Tage meistens mit meiner Stimmung anstellen können. Dafür reicht oft schon ein kurzer Spaziergang aus oder auf der Terrasse zu sitzen.
  • Die 2. Expositionsübung geschafft. Als Belohnung (sie legen hier in der Therapie großen Wert darauf, dass man sich nach einer Expo belohnt – von wegen das Gehirn zum Umlernen bewegen) wollte ich mir einen Eiskaffee gönnen. Spontan schlossen sich noch zwei Mitpatientinnen an und so wurde es eine angenehme Runde im Café.
  • Mich getraut, in der Visite zwei Anliegen/Bitten vorzutragen, die mir wichtig waren
  • Telefonieren mit Annie
  • zufällig beim Stadtbummel ein Sommerkleid gefunden, in dem ich mich sehr wohl fühle #teamschwarzweiß
  • Von zwei Mitpatientinnen gefragt worden, ob ich mit ihnen etwas unternehmen möchte. Je nach Stimmungslage ist es für mich eine erstaunliche Erkenntnis, dass Menschen, die mich nicht gut kennen, freiwillig etwas mit mir machen möchten. Es lebe der Selbstzweifel 😒
  • eine schöne Postkarte von meiner Mutter bekommen
  • seit einigen Tagen bin ich Haare-ausreiß-frei. Meine Co-Therapeutin hat ziemlich intensiv mit mir an Strategien gegen die Trichotillomanie gearbeitet und auch, wenn ich manchmal noch kleine Rückfälle habe, läuft es gerade doch deutlich besser als zuhause
  • das größte Gänseblümchen der Woche: meine Mama und mein Bruder haben sich relativ spontan entschlossen, mich zu besuchen und der Nachmittag mit ihnen tat mir so gut.
Kaffee und Kuchen mit meiner Familie

(Infos zu den „Gänseblümchen“ findet ihr bei Annie von Hoffnungsschein. Diese schöne Idee stammt von ihr und wer mitmachen möchte, kann sich gerne anschließen!)