Über den Blog

Herzlich willkommen!

Ins Leben gerufen wurde dieser Blog 2016 im Anschluss an meinen ersten Klinikaufenthalt in der Absicht, Worte zu finden für etwas, das nicht immer leicht in Worte zu fassen ist: das Leben mit psychischen Erkrankungen. Besonders am Herzen liegt mit dabei der Themenbereich Zwangsstörungen.

Zwangsstörungen sind ein in der Öffentlichkeit noch eher selten vertretenes Thema, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass das Leiden unter Zwängen eine sehr schambesetzte Erkrankung ist. Zudem gibt es angesichts der Anzahl an Betroffenen leider noch zu wenig darauf spezialisierte Psychotherapeuten und Kliniken in Deutschland. Als Zwangserkrankte(r) kann es darum lange dauern, bis man eine passende Behandlung erhält – oder einem überhaupt bewusst wird, dass das, was einen so belastet, eine behandelbare Krankheit ist.

Aus all diesen Gründen ist es wichtig, über Zwangsstörungen zu sprechen. Mit meinem Blog würde ich gerne einen kleinen Beitrag dazu leisten, dazu gehört z.B. die Vorstellung gängiger Behandlungsmöglichkeiten. Und ich möchte Betroffene dazu ermutigen, sich möglichst frühzeitig Hilfe zu suchen, denn aus eigener, schmerzhafter Erfahrung weiß ich, dass gerade bei Zwangserkrankungen oft viel Zeit bis zur Diagnosestellung vergeht. Zeit, in der die Lebensqualität stark leiden kann und das Risiko für eine Chronifizierung steigt. Anderen in ähnlicher Situation Mut zu machen liegt mir darum sehr am Herzen!

Neben informativen, sachlichen Posts habe ich mir vorgenommen, hier auch die persönliche Seite zu schildern, um einen kleinen Einblick in das Leben mit seelischen Erkrankungen zu geben. Es geht also auch um meine individuellen Erfahrungen und Gefühle.

Menschen mit psychischen Erkrankungen sind genauso Mensch wie alle anderen auch. Auch darum blogge ich wie so viele Mitblogger/-innen: für Verständnis und Aufklärung statt Stigmatisierung und Vorurteile.

Je länger der Blog bestand, um so mehr habe ich angefangen, auch über Anderes zu schreiben, was mir wichtig ist oder mich beschäftigt. Deshalb findet man hier auch das ein oder andere von meinen kreativen Machwerken, Berichte über meine EX-IN-Ausbildung und Buchvorstellungen.

Zuletzt: Ich freue mich über Austausch mit Leidensgenossen, Angehörigen, Fachleuten, Genesungsbegleiter-Kollegen oder anderen Leser*innen! Gerne könnt ihr mir auch Fragen stellen, Feedback zum Blog geben oder Themenwünsche äußern. Kontaktmöglichkeiten finden sich hier.

In der Zwischenzeit, falls ihr gerade am Kämpfen seid: Keep on fighting! Gebt nicht auf.

Herzliche Grüße

Nelia

P.S.: Warum der Blog nun nicht mehr wie früher „Farbensehnsucht“ sondern „Farbenvielfalt“ heißt, erkläre ich bei Interesse hier.