Ungesagtes (2)

Ich habe dir erzählt, was letzten Sonntag vorgefallen ist und du hast so verständnisvoll und mitfühlend reagiert. Das hat mir (wieder einmal …) gezeigt, dass du ein empathischer Mensch bist und ein Gesprächspartner, mit dem ich über alles reden kann, weil ich mich bei dir sicher und angenommen fühle.

Ich bin froh, dass wir uns entschlossen haben, Freunde zu sein, auch wenn es manchmal weh tut. Du bist ein besonderer Mensch für mich und ich bin dankbar über die Zufälle, die dafür gesorgt haben, dass sich unsere Lebenswege kreuzen. Ich hoffe, unsere gerade begonnene Freundschaft wird noch lange Bestand haben.

Der Beginn von etwas Neuem

Jetzt liegt unser erstes Treffen als Freunde hinter uns und es war wirklich schön. Wir haben uns wieder gut unterhalten, zusammen gelacht und uns über alle möglichen Themen ausgetauscht. Ich habe das Gefühl, mit dir kann ich über alles reden. Und bei dir fühle ich mich sicher und wertgeschätzt.

Ich bin stolz auf mich, dass ich während des Treffens die Fassung bewahrt habe. Erst als du weg warst, kamen ein paar einzelne Tränen. Als ich dann wieder zurück in der Klinik war, habe ich mit meiner Lieblingspflegekraft über alles gesprochen. Das tat mir gut, ich konnte mich etwas entlasten.

Du hast mehrmals gesagt, ich soll gut auf mich achten und dir bescheid geben, wenn ich merke, dass mir unser Kontakt nicht gut tut. Das finde ich fürsorglich von dir. Ich habe mich diesbezüglich jedoch bereits entschieden und bleibe meiner Entscheidung. Ja, es ist schmerzhaft, dich zu sehen und zu wissen, dass du meine Gefühle nicht erwiderst. Jedoch wäre der Schmerz, dich komplett aus meinem Leben zu streichen, ein größerer. Du bist ein besonderer Mensch für mich und ich möchte dich in meinem Leben haben. Wenn nicht als Partner, dann als guten Freund. Und ich vertraue darauf, dass die Zeit meine Wunden heilen wird und ich mich irgendwann automatisch entliebe. So war es schließlich auch mit meinem Ex-Partner. Und bis dahin werde ich einfach stark sein und versuchen, in unserer Freundschaft die richtige Balance von Nähe und Distanz zu finden. Dabei kommt mir zu Gute, dass du ein sehr aktiver Mensch bist und dein Leben sehr voll ist mit Aktivitäten und Verpflichtungen. Somit können wir uns ohnehin nicht oft persönlich sehen.

Trotzdem müsste ich lügen, wenn ich sagen würde, ich wünschte nicht, die Dinge lägen anders, als sie es tun. Vorhin im Café hätte ich am liebsten deine Hand genommen und bei unserer Abschiedsumarmung hätte ich dich am liebsten noch länger festgehalten. Wenn ich an das Schicksal glauben würde, dann würde ich mich fragen, was es sich dabei denkt, mich mit jemandem zusammenzuführen, der so gut zu mir passt und es dann doch nichts werden zu lassen. Doch diese Frage ist müßig. Stattdessen will ich lieber versuchen, mich an dem Positiven zu freuen, das unsere Begegnung mir gebracht hat: Durch dich habe ich erlebt, w

Alte Leidenschaft neu belebt

Meine Posts waren in letzter Zeit eher schwermütig. Heute möchte ich dagegen etwas Schönes mit euch teilen. Und zwar geht es um eine alte Leidenschaft, die ich wieder belebt habe: das Geschichten Schreiben.

Alles begann damit, dass sich mein Vater in meiner Kindheit gerne Geschichten für mich ausgedacht hat. Von ihm inspiriert, fing ich in meiner Grundschulzeit an, selbst Gedichte und Geschichten zu schreiben.

Kurz nachdem ich auf die weiterführende Schule gewechselt war, trennten sich meine Eltern. Danach ging es mir eine Weile schlecht, sodass viele meiner Hobbys zum Erliegen kamen, so auch das Lesen und Schreiben.

In der siebten Klasse traf ich dann auf meine bis heute beste Freundin D. Sie las sehr viel und schrieb Fantasy-Geschichten. Sie schaffte es, dass ich den Spaß am Lesen und Schreiben wiederfand und anfing, wieder zu schreiben. Zusammen mit einer anderen Freundin schrieben wir drei Jahre lang an unserem Fantasy-Epos „Die Herrinnen des Lichts“, was zu insgesamt 1000 Seiten handschriftlichem Text führte.

Mit Anfang zwanzig traf ich dann in Internet-Foren auf Menschen, die meine Leidenschaft für’s geschriebene Wort teilten. Der Austausch mit ihnen tat mir sehr gut und beflügelte mich zu einigen Texten und der Teilnahme an Schreibwettbewerben. In dieser Zeit wurden ein paar meiner Gedichte in Anthologien veröffentlicht und ich schrieb an einem neuen eigenen Projekt namens „Elegie“.

In den Jahren darauf schrieb ich wieder deutlich weniger und wenn, dann vor allem hier auf dem Blog und Texte zu meinen Krankheitserfahrungen.

Und jetzt? Vor anderthalb Jahren habe ich mit D. ein neues Gemeinschaftsprojekt gestartet. Und vor zwei Wochen habe ich die Arbeit an „Elegie“ wieder aufgenommen.

Mein Traum wäre es, die Geschichte zu einem richtigen Roman auszubauen und mich damit irgendwann bei einem Verlag zu bewerben. Diesen Traum haben viele Schreiberlinge, ich weiß und es gibt so viele Faktoren, von denen eine Veröffentlichung abhängt. Jedoch haben mir die Erfolge einiger meiner früheren Foren-Kolleginnen Mut gemacht. Wenn sie es geschafft haben, vielleicht kann ich es dann auch? Und wenn nicht, ist das auch kein Weltuntergang und ich befinde mich in guter Gesellschaft 😉 Dann gäbe es auch immer noch die Möglichkeit, das Buch im Self Publishing zu veröffentlichen.

Jedenfalls freue ich mich sehr, dass ich jetzt wieder regelmäßig schreibe und werde vielleicht in Zukunft hier auf dem Blog das ein oder andere Mal davon berichten.