Mimimi

Die Zahl, die die Waage anzeigt, ist so hoch wie seit längerem nicht mehr. Komisch, ich hatte gar nicht das Gefühl, so viel gegessen zu haben …

Die Arbeitgeber, bei denen ich mich beworben hatte und die eine Rückmeldung bis zum so und sovielten zugesagt haben, melden sich nun seit Wochen nicht. Aber wehe, man würde sich als Bewerber so verhalten …

Zum Ambulanztermin bin ich letztens umsonst gefahren, da mein Arzt leider krank war. Vorher dem Patienten bescheid geben? -„Nein, das dürfen wir leider nicht.“ Okay, kein Problem, ich bezahle gerne die x Euro umsonst für das Ticket dorthin und zurück, als Student hat man’s ja.

Der gerade bekommene Lohn geht fast komplett für Rechnungen weg. Adieu, Schuhe, die ich mir eigentlich gern kaufen wollte.

PMS ärgert mich.

Ich habe Bammel vor der bevorstehenden mündlichen Prüfung.

Und am schlimmsten von allen: kein Kaffee mehr im Haus!

(Denkt euch mein Augenzwinkern beim Lesen dazu .)

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Zusage

Heute hatte ich die Zusage der spezialisierten Klinik für einen stationären Behandlungsplatz im virtuellen Postfach.

Ich weiß nicht, warum ich vor einer Absage Angst hatte – die Diagnose F 42.2 steht schließlich schon seit fast zehn Jahren und wurde seitdem auch mehrfach bestätigt. Trotzdem war ein Teil von mir nervös, als er die verlangten Unterlagen zur Prüfung vor einer Zusage einreichte – alte Behandlungsberichte, einen Fragebogen zu den Standardfragen und auch einen persönlichen Bericht, in dem ich u.a. meine Ziele darlegen sollte, die ich gerne mit dem Aufenthalt erreichen würde. Es fühlte sich irgendwie wie eine Bewerbung oder Prüfung an. Nun habe ich also bestanden 😉

Die altbekannte gemeine innere Stimme, die mir zuflüstert, dass ich keine Berechtigung (mehr) habe, dort hinzugehen, weil es mir die letzten drei Wochen psychisch kontinuierlich gut ging, dass ich somit nur eine Schwindlerin bin, die sich nur wichtig machen will, versuche ich zu ignorieren … Hilfreicher ist da die vernünftige Seite in mir. Sie kennt dieses Auf und Ab an Symptomen schon und meint, dass es gut ist, für die Zukunft vorzusorgen und 15 Jahre Krankheitsverlauf jawohl Rechtfertigung genug sind. Dass meine Therapeutin und mein Arzt den Aufenthalt nicht befürworten würden, wenn kein Grund dafür bestünde. Hach ja, ich liebe diese inneren Monologe.

An dieser Stelle eine Frage:

Wer von euch hat Erfahrungen mit einer psychosomatischen Klinik und würde mir ein bisschen darüber erzählen, worin der Unterschied zu einer psychiatrischen liegt? Ich habe bis dato nur Erfahrungen mit letztgenannter Art. Was Psychosomatik im Allgemeinen ist, weiß ich, aber ich frage mich halt, worin dann genau Unterschiede in der Behandlung liegen können🤔