Memo an mein inneres Kind

Ich halte es aus, wenn er mir mal längere Zeit nicht antwortet.

Keine oder keine zeitnahe Antwort zu bekommen, bedeutet nicht, dass ich wieder wie damals als Kind verlassen werde.

Und selbst wenn ich verlassen werden sollte, bin ich stark genug, um das auszuhalten. Ich bin jetzt erwachsen und kann selbst für mich sorgen.

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Lichter

Viele kleine Lichter, die ich anzünde gegen die Dunkelheit:

eines für die Natur, die mich mit ihrer Schönheit berührt,

eines für meine Familie, die mir Wurzeln gibt,

ein Licht für meine Freunde, meine Familie des Herzens,

ein Licht für all die Bücher, die mich in fremde Welten entführen,

eines für das Schreiben, das meine Seele befreit,

für den Kaffee am Morgen,

für dein Lachen und deine Umarmungen,

für das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun mit meiner Arbeit.

Meine Lichter leuchten mir den Weg und ich weiß, ich bin auch im Dunklen nicht verloren.

Perspektivwechsel

Es ging mir gut. So gut, dass ich mich ziemlich gesund gefühlt habe, bis eine Reihe stressiger Ereignisse meinen Weg kreuzte und meine Psyche mit dem altbekannten Muster reagierte: mit Symptomen. Und obwohl es nicht das erste Mal ist, dass das passiert, fühlt es sich doch jedes Mal wieder frustrierend an.

Ich versuche mich gerade mit einem Perspektivwechsel: froh darüber zu sein, dass es mir überhaupt so gut ging, anstatt darum zu trauern, dass dieser Zustand nicht länger bestand hatte. Was schwerer ist, als es sich anhört, bin ich doch von Haus aus Pessimistin. Oder ist das Pessimistische an mir in Wahrheit nur ein Depressionssymptom? Gute Frage. Egal, Perspektivwechsel also. Es ging mir gut und es wird mir auch irgendwann in Zukunft wieder gut gehen; ich muss nur durch dieses Tief hindurch und darf den Kopf nicht in den Sand stecken. Let’s talk about Vertrauen, Geduld und Zuversicht.