Wiedersehen

Hallo Zuversicht und Lebensfreude, da seid ihr ja wieder.

(Manchmal fühle ich mich, als könnte ich die Welt umarmen und jauchzend über die Wiesen hüpfen vor Freude und Dankbarkeit darüber, dass es mir besser geht, dass die Depression sich zurückbildet. Aber … ich zügele mich und tippe lieber diese Zeilen ;-))

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Die Woche in Bildern (5)

Juli 17 020
In der Tagesklinik besteht die Möglichkeit, sich verschiedene Bücher zum Thema Achtsamkeit auszuleihen. Ich beschäftige mich gerade mit diesem hier und finde es äußerst hilfreich. Ich hatte schon einige spannende Erkenntnisse, vor allem was die Frage angeht, warum ich bisher immer wieder nach Phasen, in denen ich mich sehr gut fühlte, in neue depressive Episoden gerutscht bin, und was die Rezidivprophylaxe angeht.
Juli 17 023
Eine meiner Achtsamkeitsübungen: meinen Kaffee bewusst(er) zu trinken und zu genießen.
Juli 17 022
Ich liebe Kaffee. Seit einigen Wochen trinke ich mehr davon als sonst. Weniger gut, da in Phasen mit vermehrter Angst und Panikattacken bereits kleinere Mengen Koffein bei mir ausreichen, um die Angst zu verstärken. Eine leckere und gesunde Alternative dazu, gerade abends: einer meiner Lieblingstherme.
Juli 17 017
Entspannungsbäder sind eine schöne Belohnung für mich nach emotional aufwühlenden Therapieeinheiten und um die Verspannungen und Muskel- und Gelenkschmerzen zu lindern, die ich zur Zeit vermehrt habe.

 

Befreiungsschlag

Heute in den Freistunden habe aus schwermütiger Stimmung heraus die Tränen gemalt, die ich mir seit ein paar Tagen nicht erlaubt habe zu weinen, als ich sie aufkommen spürte.

Weinen vor den Mitpatienten oder den Klinikmitarbeitern, zuhause vor Partner, Familie und Freunden? Nein, das darfst du nicht!

 – Wieso? Kannst du mir das bitte mal erklären, warum verdammt noch mal ich das nicht dürfen soll?Wegen Kleinigkeiten weinen, das erlaubt du mir, aber du willst mir meine Tränen verbieten für Dinge, die mich schon lange belasten und beschäftigen? Wem willst du etwas beweisen mit deinem immer freundlich und stark Sein, deinem Pokerface und wieso? Andere hälst du nicht für schwach, wenn sie weinen, mich aber schon?

Aber was man mit aller Gewalt zurückzuhalten versucht, sucht sich irgendwann doch einen Weg. So kamen die Tränen dann plötzlich, als ich nicht mit ihnen rechnete. Und … Es tat gut.  Es waren nicht alle ungeweinten Tränen, die sich die Freiheit in diesem Moment erobert haben, aber ein Teil. Scheint so, als ist doch etwas dran an der ganzen Katharsis-Sache.