Zu Gast im Podcast „Ohne Zwang“

Ich durfte im wundervollen Podcast „Ohne Zwang“ zu Gast sein und habe dort einen Teil meiner Zwangsstörungs-Geschichte erzählt. Es hat viel Spaß gemacht und war sehr interessant 😊

Wenn ihr Lust habt, hört doch mal rein! Anbei der Link:

https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9hbmNob3IuZm0vcy84ZTFjZjgyMC9wb2RjYXN0L3Jzcw/episode/NTc3YmUzNDQtMDc1MS00YTFkLTgxYjUtMDRjOTU2NzZlZTAy?ep=14

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What a year

Anfang des Jahres war ich ziemlich unglücklich, da seit einigen Wochen krankgeschrieben und mit einem gescheiterten Wiedereingliederungsversuch hinter mir. Im Frühjahr folgte dann ein zweiter Wiedereingliederungsversuch, den ich nach einigen Wochen auf Anraten der Leitung hin abbrach.

Ende des Frühjahrs wagte ich mich zum ersten Mal seit der Trennung von meinem Ex-Mann wieder zu einem Date, verliebte mich ziemlich heftig und unglücklich und kämpfte daraufhin länger mit Liebeskummer.

Es folgte im Sommer ein längerer Klinikaufenthalt, während dessen ich erfolgreich auf Lithium eingestellt wurde und allmählich mehr Stabilität entwickelte. Kurz vor der Entlassung teilte mein alter Arbeitgeber mir mit, dass man mir von einem weiteren Wiedereingliederungsversuch abraten und mir nahelegen würde, zu kündigen. Ein Schock, den es erstmal zu verdauen galt, für den ich im Nachhinein aber dankbar bin, denn insgeheim hatte ich schon seit längerem gespürt, dass ich keine Genesungsbegleiterin mehr sein möchte.

Während der zwei Wochen tagesklinischen Behandlung im Anschluss an die Entlassung fing ich bereits an, nach Stellen zu suchen und stellte mich meiner großen Angst – einem Besuch beim Arbeitsamt. Ich weiß nicht mehr, wann genau, doch irgendwann stieß ich auf eine Stellenanzeige meines jetzigen Arbeitgebers und bewarb mich. Mit Erfolg.

Auch wenn es phasenweise recht stressig ist, bin ich so froh, dass ich jetzt in einem Bereich arbeite, der mir viel Spaß macht und mir liegt. Ich habe Erfolgserlebnisse, erfahre Wertschätzung und darf Verantwortung übernehmen und mich ausprobieren.

Als ich nicht damit rechnete, traf ich schließlich nach einigen vorherigen erfolglosen Dates auf meinen jetzigen Partner. Ich finde gerade nicht die passenden Worte, um ihn zu beschreiben, deshalb an dieser Stelle nur ein ❤️

Das Ende des Jahres war geprägt von leider recht vielen Infekten kurz hintereinander, einem ausgeprägten ROCD-Schub, der noch andauert, aber auch einem schönen, lustigen Weihnachtsfest bei meiner Familie. Für das neue Jahr habe ich einige Pläne.

Ich danke euch für eure Begleitung das Jahr über und wünsche euch einen guten Rutsch und ein gesundes 2023 mit vielen Glücksmomenten! 🍀

Vorweihnachtsmüdigkeit

Ich liebe meinen neuen Job, aber im Moment bin ich oft auch sehr müde. Müde davon, dass ich an manchen Tagen 5 Stunden durchunterrichten soll ohne Pause, müde davon, dass ich als Anfängerin noch recht lange brauche für die Unterrichtsvorbereitung und deshalb ein guter Teil meiner Freizeit herhalten muss, müde davon, dass man mir SchülerInnen mit bestimmten Problemen anvertraut, für die ich (noch ?) nicht ausgebildet bin.

Andererseits sind da aber auch so viele schöne Momente. Das gemeinsame Lachen mit den Schülern, zu sehen, wie die ersten sich verbessern. Von manchen Schülern und Kollegen die Rückmeldung zu bekommen, ich sei eine gute Lehrerin. Sehr nette, hilfsbereite Kollegen und die Möglichkeit, neue berufliche Bereiche zu erkunden und mich Herausforderungen zu stellen.

Nichtsdestotrotz sehne ich gerade die Weihnachtsferien herbei.