#Mutmachleute, Vol. 2

Vor längerer Zeit hatte ich hier die #Mutmachleute vorgestellt, ein tolles (Online-)Projekt zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen, das durch Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten Mut machen und Vorurteile abbauen will.

Damals hatte ich wie einige liebe Bloggerkollegen selbst teilgenommen.

Heute, knapp zwei Jahre, später habe ich erneut mitgemacht unter der Rubrik „Nachgefragt“, in der Betroffene berichten, wie es ihnen inzwischen geht und was sich in der Zwischenzeit vielleicht alles zum Positiven verändert hat. Den neuen Beitrag findet ihr hier.

She’s back

… oder so ähnlich.

Denn richtig fort war der Blog ja nie. Jedoch blogge ich nun wieder öffentlich, auch dank eurer lieben Ermutigungen und Kommentare und denen meiner Ausbildungskollegen.

Einige vergangene Beiträge habe ich im Rahmen dessen archiviert, ansonsten ist aber fast alles beim Alten geblieben. Eventuell gibt es in den nächsten Tagen noch kleinere Änderungen und über sehr persönliche Themen werde ich in Zukunft dann wohl mit Passwort bloggen.

Auf jeden Fall freue mich, meinen Blog in die EX-IN-Arbeit einzubeziehen und hoffe auf den ein oder anderen alten/neuen Leser 🙂

Aus Farbensehnsucht wird …

Farbenvielfalt.

Wenn ich mir meinen ersten Blogartikel von vor rund 3,5 Jahren durchlese, wird mir klar, wie viel sich seitdem verändert hat – in mir und meinem Leben.

Befand ich mich damals im allmählichen Abklingen meiner dritten schweren depressiven Episode, haben die depressiven Phasen inzwischen an ihrer Intensität und Häufigkeit verloren. Und auch die Zwangsstörung und die Angstsymptomatik sind im Vergleich zu früher schwächer geworden. Ich bin nicht geheilt, aber insgesamt deutlich stabiler. Habe mehr Lebensqualität und vor allem habe ich meine Selbstwirksamkeit entdeckt. Da sind neue Hobbys und Interessen, neben lieben alten auch neue Freunde und Bekannte, viel mehr sich selbst besser Verstehen und wachsendes Selbstvertrauen. Ich lebe jetzt zum ersten Mal seit längerem wieder allein, als Single, gestalte meine Wohnung nach und nach um und habe mein Studium zu Gunsten der EX IN-Ausbildung eingefroren (und bin mir noch unsicher, ob bzw. wann ich es beenden werde). Habe teilweise andere/neue Zukunftspläne und Hoffnungen.

Kurz: Von den Farben, die ich mir in Zeiten schwerer Depression ersehnt habe, habe ich inzwischen so einige in meinem Leben! Da ist jetzt weniger Farbensehnsucht und mehr Farbenvielfalt. Um diese Entwicklung zu würdigen und auch nach Außen hin sichtbarer zu machen, hat mein Blog nun einen neuen Namen.