Rückschlag

Mein Zustand hat sich leider so verschlechtert, dass ich die Wiedereingliederung pausieren musste und jetzt vorerst krankgeschrieben zuhause bin. Das wiederum fühlt sich für mich sehr nach Versagen an … Vielleicht war die eine Woche, die ich mir nach der Entlassung bis zum Arbeitsbeginn zum Eingewöhnen zugestanden habe doch zu wenig im Nachhinein betrachtet.

Aber nun gut, es ist, wie es ist. Ich greife nun auf meine bewährten Strategien zurück und gebe mein Bestes,um bald wieder fit zu werden.

Lichter

Viele kleine Lichter, die ich anzünde gegen die Dunkelheit:

eines für die Natur, die mich mit ihrer Schönheit berührt,

eines für meine Familie, die mir Wurzeln gibt,

ein Licht für meine Freunde, meine Familie des Herzens,

ein Licht für all die Bücher, die mich in fremde Welten entführen,

eines für das Schreiben, das meine Seele befreit,

für den Kaffee am Morgen,

für dein Lachen und deine Umarmungen,

für das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun mit meiner Arbeit.

Meine Lichter leuchten mir den Weg und ich weiß, ich bin auch im Dunklen nicht verloren.

Perspektivwechsel

Es ging mir gut. So gut, dass ich mich ziemlich gesund gefühlt habe, bis eine Reihe stressiger Ereignisse meinen Weg kreuzte und meine Psyche mit dem altbekannten Muster reagierte: mit Symptomen. Und obwohl es nicht das erste Mal ist, dass das passiert, fühlt es sich doch jedes Mal wieder frustrierend an.

Ich versuche mich gerade mit einem Perspektivwechsel: froh darüber zu sein, dass es mir überhaupt so gut ging, anstatt darum zu trauern, dass dieser Zustand nicht länger bestand hatte. Was schwerer ist, als es sich anhört, bin ich doch von Haus aus Pessimistin. Oder ist das Pessimistische an mir in Wahrheit nur ein Depressionssymptom? Gute Frage. Egal, Perspektivwechsel also. Es ging mir gut und es wird mir auch irgendwann in Zukunft wieder gut gehen; ich muss nur durch dieses Tief hindurch und darf den Kopf nicht in den Sand stecken. Let’s talk about Vertrauen, Geduld und Zuversicht.